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Es ist, als läge der platte Reifen und der Unfall von Vroni ein halbes Leben zurück, mindestens. Die Betroffenheit, die Sorgen und auch die Ängste. Alles weg, verschwunden in den Erlebnissen der vergangenen Tage. Stattdessen, wiederum unterwegs auf der Strasse auf dem Weg zu einer Schule im türkischen Hinterland, auf Naturstrassen mit Schlaglöchern, Hunderte legen sich in den Weg. Manche Fahrer umfahren sie, andere weniger und alle übersehen dann und wann sicherlich eines.
Von der asphaltierten Strasse mit Schlaglöchern ging’s also auf eine Naturstrasse mit Schlaglöchern. Um Zeit zu sparen und keinen platten Reifen zu riskieren umfahren wir sie heute. Aber das Leben hat keine Abkürzung. Die Allgäu-Orient Rallye erst recht nicht. Sie ist ein einziger Umweg, ca. 8000 Kilometer, von Deutschland in die Türkei, nach Georgien und wieder zurück in die Türkei.
Und manchmal ist die Strasse von Regen aufgeweicht, wie jetzt. Einige Zeit bevor die anderen Rallye-Teams kommen bleibt Wilma im Schlamm stecken, just aus dem Grund, weil sie einem Schlagloch ausgewichen ist und die Seitennarbe der Strasse abgerutscht ist. Wilma versoffen, weiterfahren nicht möglich. Aber dieser Freitag, der 13. Mai hielt noch eine Ironie bereit: 20 Meter vor Wilma geschieht Berta dasselbe Ungeschick, zeitgleich.
Vroni vermag die beiden Fahrzeuge nicht heraus zu ziehen. Es stauen sich langsam die Autos, von Einheimischen und von anderen Rallye-Teams. Die, die passieren wollen, stecken fest. Doch dann: ein Türke organisiert für uns einen Traktor, einer von unzähligen hilfsbereiten Türken, die wir getroffen haben.

Wir hängen das Seil an den Traktor, er zieht uns heraus. Wunderbar.

Was wir sonst noch erlebt haben:

  • Wir besuchten genannte Schule und haben Sachspenden abgegeben. Wir schreiben darüber zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Wir haben vom Freitag auf Samstag in einem Hotel übernachtet. Wieder einmal richtig duschen. Unsere Kleider hat das Hotelpersonal gewaschen. Dank dem WLAN konnten wir unsere Ausstände auf unserer Homepage beheben.
  • Am Abend haben wir einen türkischen Coiffeur aufgesucht. Alle haben sich ihm anvertraut. Zum Haare schneiden, die selber geschnittenen Haare zu korrigieren, den Bart zu pflegen. Super Erlebnis! Mit Rasiermesser, Heisswachs, Feuer und einer kleinen Massage. Und selbstverständlich Tee.
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